Ein schwerer Teppich allein ist gut, mit gummierter oder korkhaltiger Unterlage deutlich besser. Die Unterlage koppelt Schritte vom Boden ab und verhindert Rutschen. In Mietwohnungen genügt oft ein breiter Läufer vor dem Bett, um nächtliche Geräusche zu zähmen. Zusätzlich schützen Sie Parkett, verbessern das Wärmegefühl und verleihen dem Raum jene weiche Akustik, die sofort nach dem ersten barfüßigen Schritt spürbar wird.
Ein dichter Wandquilt, gewebte Tapisserie oder ein behutsam befestigter Moltonabsorber nimmt Höhen weg, ohne die Wand zu beschädigen. Ein voll bestücktes Bücherregal liefert Masse und Diffusion in einem. Variierende Tiefen und Buchrücken verteilen Reflexionen. Die Kombination wirkt wohnlich und zweckmäßig zugleich, schafft optische Wärme und senkt den Nachhall. So klingt selbst ein kleiner Raum plötzlich groß im Komfort und nah am Herzschlag.
Wenn Schritte von oben stören, hilft oft schon ein weiches Hängemodul über dem Bett: leichter Holzrahmen mit straffem Stoff, sicher verdübelt. An Möbeln brechen dünne Moosgummistreifen Schallbrücken, zum Beispiel unter Kommodenfüßen. Auch das Kopfteil sollte nicht direkt gegen die Wand scheppern: ein paar Filzpunkte schaffen Abstand. So neutralisieren Sie Vibrationen, vermeiden Rappeln und gewinnen die ungestörte Stille lange vor tiefen Umbauten.
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